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Samstag, 13. Juli 2013
#728# "Die glauben nicht, die wissen"
Selten habe ich mich über einen Text zu Religion so amüsiert - könnte aber auch daran liegen, dass es sich hierbei um eine Satire zum Buddhismus handelt. :D (Da sieht man doch auch gerne über den bekannten Fehler der "Auslöschung des Individuums" hinweg.)
Und parallel dazu wird mir wieder bewusst, dass ich im Real Life (fast) keinen Christen oder Muslim (zugegeben, letzteres bedingt durch den Kulturkreis eher weniger, um genau zu sein: ich kannte genau einen einzigen persönlich) kenne, der sich über ähnliche Ergüsse über "seine/ihre" Religion so gut hätte amüsieren können. (Der Fairness halber muss ich aber auch sagen, dass ich keine Buddhisten persönlich kenne - auf der Realschule war mal ein Mädel, mit dem ich eine Zeit lang intensiveren Kontakt hatte, die sich Buddhistin nannte - allerdings bin ich mir nicht sicher, inwiefern sie mit dem Buddhismus vertraut war oder wie "ernst" ihr das war - immerhin hatte sie auch mal gesagt, Edgar Allan Poe sei der beste Schriftsteller aller Zeiten, und hatte nur "Das verräterische Herz" und "Der Rabe" gelesen... nicht, dass das nicht mit seine besten Werke sind, aber dann gleich zu sagen, "der beste"??)
Ganz spontan erinnere ich mich wieder an das "Festival der Hoffnung", zu dem ich Redcat zuliebe mitgekommen bin - ich persönlich finde es sehr anstrengend, mich dauerbeschallen zu lassen (hier war es christlicher Pop, aber denselben Effekt hätten auch Orchestral Metal oder ein Trommelsolo gehabt) und zwischen so vielen Menschen zu sitzen. - Abgesehen davon widerstrebt es mir, Geschenke anzunehmen. So ziemlich jeder zeigte mir auf diesem Fest einen Vogel, als ich es kurz verließ und mit einem Hamburger und Softdrink einer bekannten Fastfoodkette zurückgekehrt bin - schließlich wurden auf dem Platz auch Kaffee, Würte etc. und Getränke wie Kaffee, Brause usw. verschenkt. (Die wollten nichtmal einen obligatorischen Euro... Nee, ich nehme nichts ohne Gegenleistung!).
"Die glauben nicht, die wissen" - perfektes Stichwort für den Missionierungsversuch, den ein Mitfünfziger kurz vor meinem planmäßigen Abgang an mir frisch bekennender Buddhistin versuchte. ;) (Apropos: Memo an mich selbst: bei der nächsten Ummeldung aus der Kirche austreten!)
Irgendwie fand ich das nervig - aber auch ziemlich interessant. "Glaubst du denn, dass du es jetzt leichter hast?" "Können Sie mir denn etwas im Leben sagen, das "leicht" ist?"
Dann noch ein Versuch: "Sag mal, wie ist das eigentlich, wenn man so viele Götter hat?" "Vielleicht wenden Sie sich dazu an einen HINDUisten??"
etc. etc. Alles kann ich nicht mehr erinnern.
Dann kam allerdings der Hammer:
"Na dann, ich wünsche dir trotzdem Gottes Segen!"
Trotzdem. Okaaayyy...
Das irrititiert mich jetzt. "Trotzdem".
Und parallel dazu wird mir wieder bewusst, dass ich im Real Life (fast) keinen Christen oder Muslim (zugegeben, letzteres bedingt durch den Kulturkreis eher weniger, um genau zu sein: ich kannte genau einen einzigen persönlich) kenne, der sich über ähnliche Ergüsse über "seine/ihre" Religion so gut hätte amüsieren können. (Der Fairness halber muss ich aber auch sagen, dass ich keine Buddhisten persönlich kenne - auf der Realschule war mal ein Mädel, mit dem ich eine Zeit lang intensiveren Kontakt hatte, die sich Buddhistin nannte - allerdings bin ich mir nicht sicher, inwiefern sie mit dem Buddhismus vertraut war oder wie "ernst" ihr das war - immerhin hatte sie auch mal gesagt, Edgar Allan Poe sei der beste Schriftsteller aller Zeiten, und hatte nur "Das verräterische Herz" und "Der Rabe" gelesen... nicht, dass das nicht mit seine besten Werke sind, aber dann gleich zu sagen, "der beste"??)
Ganz spontan erinnere ich mich wieder an das "Festival der Hoffnung", zu dem ich Redcat zuliebe mitgekommen bin - ich persönlich finde es sehr anstrengend, mich dauerbeschallen zu lassen (hier war es christlicher Pop, aber denselben Effekt hätten auch Orchestral Metal oder ein Trommelsolo gehabt) und zwischen so vielen Menschen zu sitzen. - Abgesehen davon widerstrebt es mir, Geschenke anzunehmen. So ziemlich jeder zeigte mir auf diesem Fest einen Vogel, als ich es kurz verließ und mit einem Hamburger und Softdrink einer bekannten Fastfoodkette zurückgekehrt bin - schließlich wurden auf dem Platz auch Kaffee, Würte etc. und Getränke wie Kaffee, Brause usw. verschenkt. (Die wollten nichtmal einen obligatorischen Euro... Nee, ich nehme nichts ohne Gegenleistung!).
"Die glauben nicht, die wissen" - perfektes Stichwort für den Missionierungsversuch, den ein Mitfünfziger kurz vor meinem planmäßigen Abgang an mir frisch bekennender Buddhistin versuchte. ;) (Apropos: Memo an mich selbst: bei der nächsten Ummeldung aus der Kirche austreten!)
Irgendwie fand ich das nervig - aber auch ziemlich interessant. "Glaubst du denn, dass du es jetzt leichter hast?" "Können Sie mir denn etwas im Leben sagen, das "leicht" ist?"
Dann noch ein Versuch: "Sag mal, wie ist das eigentlich, wenn man so viele Götter hat?" "Vielleicht wenden Sie sich dazu an einen HINDUisten??"
etc. etc. Alles kann ich nicht mehr erinnern.
Dann kam allerdings der Hammer:
"Na dann, ich wünsche dir trotzdem Gottes Segen!"
Trotzdem. Okaaayyy...
Das irrititiert mich jetzt. "Trotzdem".
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