Freitag, 11. August 2017
#1012# Aggressiver Kunde
... und ich bin immer noch total zittrig. Mein Wochenende ist versaut, das merke ich jetzt schon. Und der Chef hat Urlaub - sowas Ärgerliches!

Weil ich mich geweigert habe, für einen erwachsenen Mann, der NICHT Analphabet ist, zwei Seiten abzutippen. Nach Feierabend. Dann wäre ich halt eine Stunde später zu Hause, wo ist das Problem?

Ähm: darin, dass ich mir, abgesehen von meinem Arbeitsgeber, keine Überstunden anordnen lasse? - Abgesehen davon habe ich schon 30. Und ich arbeite Teilzeit.

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Sonntag, 30. Oktober 2016
#985# Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub
Meine Psychiaterin sagt, ich tickte nicht mehr ganz richtig und ich solle mich halt mehr auf der Arbeit anstrengen. Dort sind die Leute nicht in der Lage, mit mir zu sprechen. Also habe ich schon wieder einen dicken Fehler mit Außenwirkung fabriziert, nur über Umwege erfahren, dass ich das Jahresprojekt nun alleine wuppen muss und mich alle hängen lassen. Es eilt diesmal nicht, aber ich mache mir Gedanken darüber, wie ich ein Studium der Rechtswissenschaften neben dem Job hinkriegen und wo ich stattdessen arbeiten könnte. Wobei das noch wenigstens zwei Jahre dauert, weil ich erst noch Auto fahren lernen muss und immer noch nicht begreife, warum ich das nur für den Job tun sollte... Alternative Stellen sind eh mau, und wer sagt mir, dass ich auch bei einem Wechsel im Lektorat und der Entfristung lande? Selbstredend ist mir die ganze Zeit schlecht und ich wiederhole mich nur ungern, aber: ich bin nicht schwanger! Und ja, ich bin mir sicher. Und nein, es ist faktisch unmöglich, dass ich mich irre!

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Freitag, 1. Juli 2016
#970# Nur das Notwendigste
Heute vor genau einem Jahr habe ich meine jetzige Arbeitsstelle angetreten. Ich habe zu diesem "Ereignis" Süßigkeiten gekauft, um sie in der Küche auszulegen, weil das viele Kollegen bei Jubiläen machen und ich einfach zeigen wollte, wie nett ich es finde, wie man mich aufgenommen hat.

Ich wollte die Sachen nach Feierabend in der Küche deponieren, um einer anderen Kollegin, die heute ein recht hohes Jubiläum hat, als "Neue" nicht in die Quere zu kommen. Letztlich habe ich mich dann aber dazu entschieden, die Süßigkeiten doch für mich selbst zu behalten, denn ich brauche sie dringender.

Es ist lange her, seit ich das letzte Mal mit "Schutzanzug" zur Arbeit musste. Das ist eine übergroße Strickjacke, die es in meiner Größe nicht gegeben hat und die ich mir extra zu diesem Zwecke gekauft habe. Besonders sexy ist die nicht, aber ich fühlte mich eine Weile einfach besser mit Panzerung. Vielleicht sollte ich sie wieder hervorkramen, denn auf der Arbeit herrscht ständig eine ganz komische Atmosphäre, mit der ich mich nie wohlgefühlt habe.

Ich bin eigentlich ganz froh über den neuen Einsatzplan, denn er beschert mir nur wenige Bürostunden, und von den wenigen bin ich meistens sogar alleine, im Gegensatz zu früher. Meine Kollegen machen mir nicht direkt Angst, aber ich fühle mich verdammt unbehaglich, wenn andere aus meinem Bereich da sind.

Ich bin die Neue, die sich gut ins Team eingefunden, aber trotzdem irgendwie keinen Platz abbekommen hat. Was logisch ist, denn ich bin in ein geschlossenes System gekommen und sehe immer, wie viel die anderen so zu tun haben, während ich das Gefühl habe, nur das Nötigste zu machen.

Die Prioritätensetzung in diesem Laden geht irgendwie voll an mir vorbei. Wenn ich an einem Tag etwas länger brauche, um mich zu sortieren, erkennen andere ein Zeitmanagementproblem. Und man setzt sich mit mir zusammen, um Selbiges zu beheben. Was ich fürsorglich finde, obwohl das auch irgendwie wie ein Schlag in den Nacken ist. Heute gab es obendrauf einen in die Magengrube und ich will gar nicht wissen, was sonst noch alles hinter mir passiert, wenn mir schon die heutige Unterhaltung über mich meinen Diätplan ruiniert, in die ich spontan reingeplatzt bin.

War es schlimm? Nö, eigentlich nicht. Aber war es denn auch fair? Nö, das eben nicht.
Ich war am Vortag eigentlich dran damit, mich um die Küche zu kümmern. Aber auch ich kann mal was vergessen. Und während ich zusammen mit meiner Therapeutin vor ihrem Urlaub etliche Zeit darauf verwendet habe zu lernen, dass etwas zu vergessen kein Weltuntergang und in meiner Branche jederzeit zu reparieren ist, kriege ich mit, dass man sich seine Prioritätensetzung sehr wohl versauen kann. Dabei hat der Tag schon so komisch angefangen, weil man mich nicht zurück gegrüßt hat. Denn just jetzt hatte ich die Küche vergessen, oder auch: keine Zeit für die Küche gehabt. Jeden Donnerstag gehe ich schuldbewusst runter, um rein zumachen. Das wird nicht registriert, denn es läuft bestens. Weil sich von den Veranstaltungen des Vortrages immer Berge an Geschirr ansammeln, macht diese Arbeit übrigens auch gar keinen Spaß. Aber sie muss halt gemacht werden.
Jetzt habe ich es tatsächlich vergessen und nicht damit gerechnet, dass das für so viel Aufregung sorgen würde. Jetzt heißt es: Tama kümmert sich auch nicht um die Küche. Man, was habe ich mir den Rest des Tages meine übergroße Strickjacke gewünscht!

Ich muss mein Arbeitstempo oft unnatürlich drosseln und habe dann ein Problem, wenn ein oder zwei Tage plötzlich eine Flut über mich hereinbricht. In der Conciergerie fand ich es angenehmer, obwohl es da wesentlich gehetzter zuging. Das war körperliche Arbeit, und die musste im Höchsttempo erledigt werden. An manchen Tagen hatte man kaum Zeit zu überprüfen, ob es wieder Raumreservierungen gibt.
Ich mag Bücher, aber ich mag sie nicht mehr sehen.

Die interne Trennung ist enorm. Man hat alle Freiheiten, die man sich in einem Job wünschen kann, aber man kann nicht machen, was man will.

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Dienstag, 8. Dezember 2015
#951# Zwischenzeugnis
"Was ihre Arbeitsmenge angeht, hat Frau Tama unsere Erwartungen übertroffen."

Und auch sonst ist die Personalbeurteilung eine glatte eins.
Ich denke, jetzt ist die Zeit gekommen, mal ein bisschen runter zu kommen und endlich entspannter zu werden.

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Freitag, 27. November 2015
#949#
Mein Chef ist supi - ich darf nächstes Jahr zu meiner Fortbildung und er hält dafür meinen Vortrag, wenn ich ihm das vorher scripte. Spitze!

Mittlerweile habe ich Gefallen an meiner Arbeitsstelle gefunden, obwohl ich immer noch nicht richtig angekommen bin. Aber ich kann mir meine Stelle so formen, wie ich sie möchte, und das gelingt mir zunehmend. Auch mit den Kollegen komme ich immer besser klar und ich bin zuversichtlich, dass ich endgültig Wurzeln schlagen kann. Das erste Halbjahr 2016 habe ich schon Einiges zu organisieren und auch im zweiten Halbjahr wird es gut weitergehen. Mit den Programmen kann ich endlich gescheit umgehen und brauche zumindest keine Hilfen mehr, bei denen ein Kollege bei mir Händchen halten muss.


(Und ich habe mein erstes Comic-Heft durch - nächstes Jahr brauche ich dringend Nachschub! Ich denke da an "Mad Love" und noch ein "Harley Quinn"; und wenn wir schon dabei sind, ein "Suicide Squad" macht sich bestimmt auch gut. Ich freue mich jetzt schon auf 2016! Und ihr?)

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Sonntag, 8. November 2015
#945# XXX
Drei Kreuze!

K.O., aber zufrieden, und froh, dass das Projekt zu Ende ist.

Jetzt nur noch aufräumen, Nachsorge betreiben und ein paar Pressetexte machen.
Da ist es zwar etwas kontraproduktiv, ausgerechnet jetzt Überstunden abzubauen... aber das habe ich mir verdient! :)

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Mittwoch, 29. Juli 2015
#928# Erkenntnis des Tages
Ob ich wohl je ohne Tabletten auskommen werde? - Die Nebenwirkungen gefallen mir nicht, durch den Stress mit der Arbeit habe ich sie unbeabsichtigt sehr unregelmäßig bis gar nicht mehr genommen, über einen ganzen Monat, und während mir das Abklingen körperlicher Effekte sehr zusagt - noch lange nicht paletti, aber die Richtung stimmt - merke ich wieder die fehlgeleitete Chemie im Kopf. Und das gefällt mir auch nicht.

Die gute Arbeit: Am Sonntagabend denke ich an Montagmorgen, Montagmorgen an meine freien Tage, beim Einstempeln an das Ausstempeln und beim Ausstempeln daran, dass das Drama am nächsten Tag weiter geht.
Vorschlag aus der Therapie: Krasser Freizeitausgleich, an dem ich ja schon arbeite. Sonst auf die schönen Sachen wie leere Straßen und scheinende Sonnen achten. Und ganz wichtig: Sich ein separates Kleidungsstück für die Arbeit besorgen, das auch wirklich nur auf der Arbeit getragen wird. Und dass man am besten auf der Arbeitsstelle lassen kann. Sowas wie ein Jäckchen oder eine Weste.

Ein Vorschlag, den ich auf jeden Fall umsetzen will.

Unterdessen warte ich auf das monatliche Schmerzensgeld und finde folgendes fanmade Product zu "Frozen":


Vielleicht sollte ich den Film mal wieder sehen. Und mich an meinem Bergkristall erfreuen. Schwiegermama kann entweder hellsehen oder der Verlobte hat ihr einen Tipp gegeben; jedenfalls habe ich nun den ersten Gegenstand für meinen Altar! :)

Bevor er dort seinen Platz findet, möchte ich ihn aber noch reinigen und aufladen. Das mache ich später, wenn ich die neue Kommode auch habe.

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Freitag, 10. Juli 2015
#923# Und das ist nicht schwer, gleich die Tama hinterher...
Ich hatte gehofft, ich käme drum herum: Sommergrippe, nach zwei Stunden auf der Arbeit ging es einfach nicht mehr und ich los, um mich krankschreiben zu lassen.

Hoffentlich ist Montag alles wieder fit - das ist sowas von blöd, ich bin doch eh schon so verunsichert!
(Und kriege dauernd verschiedenes Feedback - wie irritierend! X_x")

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Mittwoch, 8. Juli 2015
#922# Ene mene meck, der Chef ist weg!
Und da saß ich nun. Alleine. An der Auskunft.
"Ich rette Sie in einer Stunde vor X!"
X, der berüchtigte, saß vor mir. Voll. Und redete. Diskutierte. Redete weiter. Will partout eine Bestellung aufgeben, ohne eine Kundenkarte zu haben.
Dann weigert sich der Drucker, das Katalogisat rauszuwerfen, dass ich für X drucken will. Das verlängerte die Sache. Und nein, ich kann auch nicht mit Karte bestellen, das müssen die Kollegen machen, das hat mir noch keiner gezeigt.

Irgendwann ist X weg. Ich bin erleichtert, wie gelassen ich sein kann, wenn das Bier nur indirekt meines ist.

Pünktlich zu X' Verschwinden war Chef wieder da. Hm...

Egal - ich habe die Situation souverän gelöst und bin stolz auf mich! :-)

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Samstag, 4. Juli 2015
#920# Neuer Job und was ich sonst noch feststelle
Die ersten Tage im neuen Job sind mehr oder minder unbeschädigt überstanden: alle machen einen netten und hilfsbereiten Eindruck, trotzdem ist es natürlich sehr viel, dass da auf einen einprasselt und ich habe Schwierigkeiten, mir all die neuen Informationen zu merken. Alles in allem habe ich den Eindruck, eher ein Klotz am Bein als eine Hilfe zu sein. Am wohlsten fühle ich mich beim Einstellen und an der Auskunft. Recherchieren macht Spaß, die Leihe geht widererwarten so. Ich komme mir vor, als hielte ich den ganzen Betrieb auf. Ich kann immer noch nicht alle Namen und habe ein leichtes Unwohlsein, obwohl ich mich freue, jetzt "ausbildungskonform" beschäftigt zu sein.

Was mich noch beschäftigt:
Es stört mich, dass ich bei dem Wetter keine Foundation tragen kann. Selbst ohne läuft mir das Gesicht weg.
Es ist mir generell zu warm. Die Temperaturen sind jenseits von angenehm für mich, 22°C bis 24°C sind für mich perfekt.
Die Erdnüsse platzen auf und wachsen wie Hulle. Leider war ich aber bei der Baumwolle zu langsam damit, den Deckel vom Gewächshaus zu entfernen, denn eine Pflanze ist verbrannt. Hoffentlich erholt sie sich.
Und hoffentlich bleibt auch die Margerite, die ich geschenkt bekommen habe, am Leben.
Ich fürchte jetzt schon, dass ich bei der Anzahl meiner entliehenen Medien übertrieben habe - ich fange an, wieder Exzerpte zu schreiben, damit ich es mit meinem Grimoire leichter habe, aber dadurch dauert es ja noch länger.
Ich finde keine Schrankaufsätze in passender Größe, alle sind zu schmal.
Dafür habe ich schon eine schöne Kommode in Aussicht und Murx und ich wollen demnächst mal losfahren, um sie live zu besichtigen. Ich denke aber, dass ich ganz zufrieden mit ihr sein werde. :-)
Liny hat ihre Tasche bekommen: Sie hatte vergessen, dass ich ihr die versprochen habe und war ganz verwundert... Ich stelle zunehmend fest, dass es mittlerweile schwierig ist, mich mit ihr zu unterhalten, unsere Lebensentwürfe und Einstellungen zu gewissen Themen driften ziemlich auseinander. Mir zum Beispiel behagt es nicht, bald wegen Steuerklassenwechsel wesentlich weniger netto ausgezahlt zu bekommen. Sie findet, das sei nur Eitelkeit. Ich hingegen fühle mich damit aber absolut nicht wohl, will aber auch nicht der Buhmann sein, wenn wir unterm Strich mit IV/IV weniger zur Verfügung hätten als mit III/V. Leider wird aber alles vom Netto berechnet und ich gucke dann in die Röhre, während Murx sich freut. :(

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