Montag, 13. August 2018
#1019# ...und jetzt ist es nur noch eine Katze...
Opi spielt jetzt jenseits der Regenbogenbrücke mit Omi...

https://m.youtube.com/watch?v=xeMofM6HpGY&index=39&list=PLACD4BFC4B6340E00&t=0s

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Freitag, 3. März 2017
#996# In die Verlängerung
Ich war zwischendrin ziemlich durch. Ich war so durch, dass ich es nichtmal auf die Reihe bekommen habe, Tagebuch zu führen oder mir Aufzeichnungen zu meinen Sitzungen zu machen - erschwerend hinzu kam ein weiterer Clinch, weil ich eine Sitzung zu spät absagte (nach langem, dreistündigem Kampf mit mir selbst aufgrund dickem Kopf und Hals) und ich so gestresst war, dass ich meine Tabletteneinnahme vergeigt habe - über Monate.

Jetzt steht es aber fest: nicht nur die Depression ist noch da, ich habe nun auch eine Angststörung. Meine Therapeutin macht sich gerade für eine Verlängerung der Therapie stark. Und ich versuche, angesichts des Endes meines Urlaubs nächste Woche nicht zu verzweifeln.

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Sonntag, 26. Februar 2017
Omi, † 30.12.2016
Pünktchen

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Samstag, 21. Januar 2017
#994# Besuch der alten Dame
Testament einer Katze

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,
um ihr Heim und alles, was sie haben
denen zu hinterlassen, die sie lieben.

Ich würde auch solch´ ein Testament machen,
wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner
würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
mein weiches Kissen, mein Spielzeug
und den so geliebten Schoß,
die sanft streichelnde Hand,
die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt
zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,
gehalten im liebendem Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag' bitte nicht:
"Nie wieder werde ich ein Tier haben,
der Verlust tut viel zu weh!"

Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus
und gib' ihr meinen Platz.
Das ist mein Erbe.

Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles,
was ich geben kann.

(Margaret Trowton)


Willkommen, Mona! :)

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Freitag, 30. Dezember 2016
#992# Ganz friedlich
Wenn es so weit ist...

Bin ich dereinst gebrechlich und schwach,
und quälende Pein hält ständig mich wach,
was Du dann tun musst – tu es allein.
Die letzte Schlacht wird verloren sein.

Dass Du sehr traurig, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag – mehr als jemals geschehn –
muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehn.

Wir leben zusammen in Jahren voll Glück.
Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.

Nur- bitte bleibe bei mir bis zum Schluss
auch wenn es für Dich schwer sein muss.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.

Mit der Zeit – ich bin sicher – wirst Du es wissen,
es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrauende Blicke ein letztes Mal –
Du hast mich befreit von Schmerz und Qual.

Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist,
der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint.
Es darf nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.

Autor unbekannt

Es weint aber. Vor allem, wenn Opi zum Bett läuft und sich wundert, wo seine Freundin ist. Oder wenn ich ins Zimmer komme und mich dabei erwische, wie ich vorsichtig um die Ecke gucke, um sie nicht zu erschrecken. Sie lag immer so gerne an der warmen Tischlampe und jetzt vermisse ich sie.

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Freitag, 15. Januar 2016
#958# "Harte Therapie"
Ich bin wütend. Sogar sehr. Ich bin so wütend, dass ich nicht weiß, wie ich reagiert hätte, wenn ich diese Wut schon damals gespürt hätte. Aber damals, damals fühlte ich mich einfach nur hilflos und verdrängte.

Ich bin nie mit Bauchschmerzen zur Schule gegangen. Ich hatte keine Abneigung gegen die Schule. Klar gab es Fächer, die ich nicht mochte wie andere Fächer und es gab Zeiten, in denen ich mich fragte, wozu man dieses oder jenes eigentlich durchnimmt. Im Ganzen habe ich aber die Möglichkeit zu lernen immer genossen und geschätzt, auch wenn ich manches Mal einige Lehrer verflucht habe, weil die doof und unfair und überhaupt all das waren, was mir nicht passte. Aber nie wäre ich auf die Idee gekommen, auch nur so etwas wie Groll gegen meine Klassenkameraden zu empfinden.

Was da war, war Unverständnis. Eine allgemeine Abneigung gegen Menschen. Aber wütend sein, auf einzelne? Im Affekt. Aber nicht so wie jetzt.

Ist es nicht verrückt, wie und wo es einem gelingen kann, Erinnerungen unterzubringen und sie nie mehr wiederzufinden? Ich frage mich, was dachte ich mir damals eigentlich dabei, nicht wütend zu sein, sondern mich einfach nur hilflos zu fühlen, und diese Hilflosigkeit und Einsamkeit zu verdrängen?

Ja, ich bin wütend. Ich bin so wütend, dass ich auch jetzt nicht weiß, was ich täte, wenn ich auch nur einem von ihnen jemals wieder über den Weg laufen sollte. Jetzt in einer anderen Stadt unwahrscheinlich. Dennoch ist es mir schon einige Male passiert, vor Jahren. Statt wütend zu sein, war ich aber nur unwillig, so wie bei einer lästigen Besorgung oder Notwendigkeit. Wütend war ich nie.

Ich bin wütend. Und ich bin hier, wo ich jetzt stehe. Und ich fühle mich großartig!

Ich bin heile und ich bin richtig. Ich hatte es seinerzeit nicht nötig, andere klein zu machen, damit ich groß werde. Ich bin ich, weil ich erlebt habe, was ich erlebt habe, und ich bin ich, obwohl ich erlebt habe, was ich erlebt habe.
Ich kann erhobenen Hauptes durch die Welt gehen. Worte tun weh, aber sie machen einen nicht kaputt. Stöcke und Steine können einen kaputt machen.

Ich bin wütend, aber nicht auf mich. Ich habe nichts falsch gemacht, das waren sie. Denn kein Arsch der Welt gibt einem selber das Recht, sich wie ein Arschloch zu benehmen.

Ich habe mich selbst gerettet, und es hat lange gedauert, bis ich das begriffen habe. Ich bin gereift, habe mir meine Courage bewahrt und ich bin gereift und ich bin gewachsen. Ich bin hier, weil es mich gibt und weil ich bin, wie ich bin. Niemand hat etwas zu meiner Stärke zugetragen. Die Lehrer nicht, meine Eltern nicht und die Klassenkameraden nicht, die ich damals von meiner Freundesliste strich.

Ich bin wütend, weil ich immer gesünder werde. Und eine gesunde Wut gehört zur Gesundheit dazu. Empörung ist absolut in Ordnung. Und sie ist angebracht.

Ich höre nicht auf, mich einzumischen, nur weil ich "die Nächste" sein könnte. Ich bin mit mir zufrieden, also muss ich mich auch nicht ändern, weil ich mit mir selbst leben und zurechtkommen muss.
Es wird mir auch weiterhin egal sein, was andere über mich oder meine Meinungen denken. Sie gehören zu mir und es hat Gründe, dass ich sie habe.

Ich bin wütend und das ist wirklich sehr gesund. Es heißt, dass ich mir etwas wert bin. Und das ist gut so.

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Montag, 28. Dezember 2015
#955# Katzencontent: Omi und Opi
So langsam wird es aber mal Zeit, unseren nicht mehr ganz so neuen und auch nicht mehr ganz so jungen Katzennachwuchs vorzustellen: Beide haben bereits das stolze Alter von 13 bzw. 16 Jahren und machen unser Leben jeden Tag interessanter! ^^

Das ist Omi, unsere alte, mürrische und stets schlecht gelaunte Griesgrämin. ;)
Omi

Opi ist etwas schüchtern, aber überaus gesprächig und kommt jeden Tag seiner Pflicht nach, uns aus dem Bett zu werfen. Er sagt auch Bescheid, wenn es Zeit wird, die Katzentoilette sauberzumachen und wann es Zeit für frisches Futter ist.
Opi

Wenn Opi nicht gerade bei einer Heizung liegt, stolziert er umher wie eine kleine Ballerina - Omi freut sich hingegen immer über menschliche Gesellschaft. Ich finde sie beide so süß!

Sie haben sich wirklich schnell eingelebt - unfassbar, dass wir uns schon seit einem Vierteljahr um sie kümmern dürfen! o.o" Ich hoffe, sie bleiben uns noch lange erhalten.^^

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Dienstag, 12. August 2014
#865# Familienalbum
Ich habe ein Problem. Eigentlich ist es gar kein richtiges Problem, aber schon irgendwie merkwürdig... obwohl, eigentlich ist es auch nicht merkwürdig. Für mich ist das ganz normal und ich will es auch nicht anders haben, oder genauer: meinethalben könnte es sogar noch viel weniger sein.

Fotos. Genauer: Familienfotos. Und so ganz genau: Familienfotos, die sich in meinem Besitz befinden.

Ein "Problem" ergibt sich daraus gerade aber für die Therapie, denn ich soll Familienfotos mitbringen: Am besten solche, die einigermaßen meine Kindheit und das Familienleben zeigen, Einblicke in den Alltag geben, auch aus der Jugend und sehr gerne von allen Familienmitgliedern. Aber damit kann ich nicht dienen.

Ist ja auch schon eine Aussage. Es ist nämlich so:
Ich bin alles andere als ein Fotofreak. Ja, ich habe einen Fotoapparat und freue mich mittlerweile darüber, dass ich ihn habe. Aber ich bin weit davon entfernt, ihn tagtäglich mit mir rumzuschleppen, weil ja was Schönes passieren könnte, das einen Schnappschuss wert wäre. Im Gegenteil vergesse ich ihn oft auch dann, wenn ich ihn eigentlich mitnehmen wollte, z.B. bei dem einen Ausflug ins Grüne, den ich mit Murx gemacht habe und auf dem ich so Vieles so gerne geknippst hätte. Einige Bilder habe ich natürlich trotzdem: aber auf denen sind fast nie Menschen zu sehen. Wenn doch, so war es reiner Zufall, oft sogar ein Ärgernis.

Ich mag Menschen nicht auf Fotos sehen. Nicht auf welchen, die ich schieße. Ich selber mag auch nicht fotografiert werden. Ich finde, Menschen verschandeln die meisten Bilder. Ich fotografiere viel lieber Pflanzen, Tiere, die Umwelt; schöne oder unschöne Architektur, Sachen. Nur eben keine Menschen.

So sehen übrigens auch meine wenigen Fotoalben aus: sagenhafte zwei Stück. Menschenleer, dafür schön bunt, weil schön viel Unbewegtes fotografiert, und dann so Dinge mit Federn, Fellen und Schuppen...

Ich werde mich zwar bemühen, die alten Alben meiner beiden Elternteile an mich zu nehmen, wenn sie mal nicht mehr sind; aber auch eigene verzichte ich gerne. Ich kann einfach die gewünschten Fotografien nicht mitbringen, weil ich sie nicht habe.

Mit ach und krach habe ich ein Foto rausgewühlt, das ewig alt ist und auf dem meine Schwestern und mein damaliger Noch-Nicht-Schwager zu sehen sind und das ich nur in eines meiner Tagebücher geklebt hatte, weil ich in 2005 der Meinung war, dass man sowas eben nicht wegwirft.
Ein Bild von mir uns Murx, dass ich mit ziemlichen Verrenkungen im Zoo von uns gemacht habe...

Und ein halb gefülltes Mini-Album, das ich zu meiner Volljährigkeit geschenkt bekommen habe und in dem sich ausschließlich Bilder von mir finden, durch alle Altersstufen durch: die meisten natürlich gestellt und ich habe mich sehr gewundert, war aber gleichzeitig auch verdammt glücklich, als ich darin tatsächlich ein Foto entdeckte, auf dem auch meine Mitbewohner abgebildet sind. Großmutter und einen davon trage ich aber ohnehin den ganzen Tag in der Brieftasche herum, Passbilder halt, nur glaube ich nicht, dass die Fotos, die ich insgesamt habe, die Art von Bildern sind, die meine Therapeutin gerne betrachten wollte...

Im ersten Moment war die Therapeutin überrascht darüber, dass ich keine Fotos habe; dann wiederum meinte sie, dass es sie gewundert hätte, wenn ich die klassische Sammlerin wäre.

Aber so gar keine? - Blöde ist es schon irgendwie, nicht für mich, aber für die Therapie ja schon, irgendwie...

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Donnerstag, 24. Juli 2014

Super-Gau

Weil ich zu blöd war, ist jetzt ein Brief der Therapeutin bei meinen Eltern gelandet.

Im Grunde kann ich mich direkt einsargen lassen. Ich habe sowas von keinen Bock mehr.

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Dienstag, 8. Juli 2014
#856# Baff
...

Hm, ich bin gerade leicht überfordert. - Mein Selbstbild hat irgendwie einen ziemlichen Knacks bekommen...

Ich bin wohl zu labil, um voll arbeitsfähig zu sein - ich solle lieber nach einer Teilzeitstelle gucken.
Ich meine, ich präferiere ohnehin eine Teilzeitstelle, schon alleine, um auch Zeit für mich zu haben und mich beruflich und privat weiterentwickeln zu können.

...

Aber irgendwie ist es etwas anderes, wenn das als dringender Ratschlag von außen kommt. Ich weiß nicht wirklich, wie ich damit umgehen soll. Oder was ich jetzt mit dem Jobcenter mache. Die haben mir heute praktischerweise solch unsinnige Jobvorschläge geschickt (Informatik - WTF?!).

Und und und.

Ich weiß gerade irgendwie nicht, was tun. .__.

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