Dienstag, 5. November 2013
#773# Was passiert mit Erwartungen?
Große, kalte Eingangshalle. Es roch nach Fisch. Mist, keine Spiegel oder Glasflächen, dachte sie. Meinen habe ich vergessen. Sitzt denn auch der Scheitel richtig?
Den Weg ins Treppenhaus kannte sie schon. Vor einer Woche war sie schon einmal hier gewesen, sehen, wie lange die Anfahrt dauert und die Lage des Gebäudes kontrollieren. Aber nochmal zu Fuß hoch gehen in den zehnten Stock, das wollte sie nicht. Sie war immer noch zu früh, aber später als sie es geplant hatte und so nahm sie den Fahrstuhl.
Sie stieg aus und fand den Eingang schnell. Schließlich auch den Raum. Stimmen. Die Türe geöffnet. Aber sie hatte noch zehn Minuten. Jetzt schon vorsprechen? Nein, noch nicht, in fünf Minuten vielleicht. Erst noch einen letzten Blick in die Unterlagen.
Auf einmal: Schritte im Flur. Der auch? dachte sie entsetzt. Wie kam denn das? Dass er auch da war, passte ihr nicht. Hob ihre Laune nicht gerade.
Hallo, sagte er, Wir sind hier wohl aus demselben Grund?
Möglich, antwortete sie und sah ihm abschätzig nach, als er auf die offene Tür zuging.
Ein neuer Haarschnitt. Gewaschen. Überaus leger gekleidet: karriertes Hemd. Kordhose und alte Turnschuhe. Keine Tasche dabei. Nicht einmal eine Mappe. Ungebügelt, verblichen. Unzuverlässig, desinteressiert wie je. Kein Engagement, nichts von Energie oder Willen zu spüren.
Da sind Sie ja, Herr Friedrich!
Entschuldigen Sie. Ich bin zu spät, ich weiß.
Sie sind schon da, Frau Meyer? Setzen Sie sich doch, wir haben gleich Zeit für Sie!
Keine Umstände, sagte sie, Ich bin immer zu früh.
Die Tür schloss.
Sie setzte sich.
Sommersemester: Großes Latinum. Wege zur Erkenntnistheorie bei Professor Thorsten Gersheim, jetzt donnerstags. Sprechzeiten des Historischen Seminars: ...
Wollte sie das?
Sie stand auf, sah sich um. Das Büro des Fachschaftsrates hinter Glas. Ein Sauhaufen. Eine Leuchtstoffröhre flackerte. Schmale, dunkle Gänge, alles wie ein Schlauch. Grau in grau. Konnte man sich für sowas begeistern?
Nochmal schwiff ihr Blick ab auf ihre Mappe mit der Stellenanzeige, als plötzlich die Tür aufging. Eine andere Tür diesmal.
Sind Sie auch hier wegen des Bewerbungsgesprächs? - Na, setzen Sie sich doch, Sie brauchen doch nicht zu stehen! Klappe zu und Affe tot.
Egal. Sie stand lieber. Aber setzte sich trotzdem.
Plötzlich großer Tumult. Beide Türen auf einmal. Friedrich mit einer Frau aus der einen.
Rundgang? Bloß nicht.
Frau Meyer, kommen Sie! Sie aufgescheucht. Verschwand durch die andere Tür ins Büro.
Geben Sie mir Ihren Mantel! Gehen Sie doch durch! Große Hektik. Unwohlsein.
Regale. Geradezu ein Schreibtisch. Papier, Bücher, Kabel und Geschirr, überall und in Massen - wohin denn gehen?
Erneut: Gehen Sie doch durch!
Der Tisch war versteckt. Die zwei Herren bemerkte sie erst gar nicht. Zu viel Chaos. Alles verschmolz mit Wänden und Böden. Selbst die Herren.
Welcher Platz? Man sollte hier dringend aufräumen, dachte sie. Erwartungsvolle Blicke. Der Direktor immer noch nicht da. Sie setzte sich. Man sollte hier wirklich dringend aufräumen. Vielleicht auch die Möbel umstellen?
Vorstellung. Ich habe Sie eingeladen, weil ich gesehen habe, dass Sie den Master machen. Das finde ich interessant. - Schon verloren, dachte Sie. Das wird nichts mehr. Erleichterung? - Und überhaupt: Was war denn das für eine Begründung? Ohnehin war sie nicht besonders motiviert. Sie dachte nicht daran, was sie nun statt des Gespräches tun könnte - nur, dass sie jetzt generell etwas anderes tun könnte, das reichte ihr aus.
Erzählen Sie doch mal! Warum diese Stelle, warum dieses Fach?
Sie berichtete von den bisherigen Inhalten ihres Studiums und davon, was sie praktisch getan, gelernt, vertieft hatte. In einer Fachbibliothek könnte sie ihre Fähigkeiten und Kompetenzen viel besser einbringen. Sich besser in das Fach einarbeiten, mehr Detailwissen erwerben, das ausnutzen, um die Kunden erfolgreicher zu bedienen. Außerdem: Genau das Gleiche, das habe sie ja schon im Archiv gemacht, nur eben was anderes. Aber da sei es ihr schnell langweilig geworden. Hier gäbe es weitere Aufgaben, alles interessanter und was interessant ist, motiviert. Nebenbei: Persönliche Horizonterweiterung. Neue Herausforderungen. Das sei doch schön.
Schön und gut, sagte er. Jetzt wissen wir, warum Sie leiten wollen. Warum aber dieses Fach?
Verwirrung. Sie dachte, Was ist denn das für eine Frage?
Wo ist denn Ihre Verbindung zu diesem Fach? Was fasziniert Sie so an diesem Fach, dass Sie unbedingt in diesem Fachbereich arbeiten wollen? Welche Erfahrungen haben Sie schon mit diesem Fach?
Sie hatte einfach verloren. Von Anfang an; war der Direktor sich sicher, dass er nicht eher einen Fachreferenten suchte? - Und dann immer der Hinweis auf die Fachhochschule. Aber die Stellenausschreibung war doch für eine Fachhochschule? Seltsam, diese Stellenausschreibung. Alle kirre.
Also Flucht nach vorn: Vielseitig interessiert. Bessere Einarbeitung in das Thema, anders als in einer Universalbibliothek. Neugierig auf Neues.
Falsche Antwort. Wann konnte sie denn gehen?
Sagen Sie doch mal: Wie heißt denn das Regelwerk für historische Bestände?
Kenne ich, habe ich gemacht. Namen? Na ja.
Sie überlegte, ob sie noch etwas essen sollte, ehe sie ins Bett ging.
Sind Ihnen denn Datenbanken bekannt, mit denen Fachleute typischerweise arbeiten?
Ich habe natürlich auf Ihrer Homepage nachgesehen, begann sie, allerdings haben nichtmal die Hälfte Ihrer Links funktioniert. - Na, wenigstens den guten Willen sollten die Herren erkennen. Wenn man nichts zu sagen hatte, erst recht. Selbstkritik tut not.
Trotzdem (oder natürlich?): Empörung. Kann nicht sein. Die sind schließlich für eingeloggte Nutzer!
Witzig. Der Bildschirm sagte etwas anderes. Witzig, das dachte sie.
Dann war es eine temporäre Störung.
Eine ganze Woche?
Zurück zur Sache: Kennen Sie nun Datenbanken?
Datenbanken: Ja. Datenbanken für Fachleute: Nein.
Haben Sie etwa nicht im Katalog nachgesehen? Doch, dachte sie. Aber keine Lust gehabt, sich ein Mal durch das ganze Alphabet zu klicken. Nur unkommentierte Links, keine Fachsystematik. Wie viele Hundert Datenbanken waren das nochmal?
Sie blickte vielsagend in die Runde: Nö. Und lächelte dabei. Verschwendung von Ressourcen. Für jeden am Tisch.
Sie war frustriert. Ihre Unlust wuchs mit jeder Frage.
Ob sie denn das in Bälde kommende neue Regelwerk kenne? Die Diskussionen von Tagungen und Fachzeitschriften? Typisch, Diplomer.
Und überhaupt, die Noten seien ja super. Aber warum ist denn die Abschlussarbeit so schlecht?
Noch eine Stressfrage. Warum denn stellten diese Leute die ganze Zeit nur Stressfragen? Alles ohne Wert.
Die Wahrheit? Die Wahrheit glaubt einem niemand. Jeder lügt. Und die Menschen erwarten, dass man lügt. Und wer am besten lügt, der bekommt die Stelle. Das alte Spiel, wie gehabt. Und was ist eine bessere Lüge als die Wahrheit? Zumal: Alles einerlei. Wir passen nicht zusammen.
Sie erzählte von den Tücken, wenn die Theorie auf die Praxis trifft. Mangelnde Rückläufe. Probleme mit den Gesprächen. Solche Dinge eben.
Ach, sie könne also nicht wissenschaftlich arbeiten? Sie kenne doch die Kriterien und ...
Alles mit der Betreuung abgesprochen. Wenn die Leute nicht teilnehmen, nehmen die Leute nicht teil. Was tun? Studium hinwerfen? Keine Option.
Das sei keine Erklärung. Standards? Unwichtig. Habe sie gerade eingeräumt.
Sie antwortete bestimmt: Nein. Sie habe im Rahmen der Arbeit eben nur mehr getan als nötig. Teils auch Dinge außerhalb ihrer Zuständigkeit, aber ohne sei es eben nicht gegangen. Vor Begeisterung den Fokus vergessen. Inzwischen könne sie den besser behalten, man sei ja schließlich lernfähig. Und er habe doch selber gesagt: Ansonsten super Noten.
Moment, unterbrach der Direktor. Passen Sie auf, was Sie sagen. Sie können nicht auf der einen Seite sagen, Sie arbeiten zügig, und dann wieder, dass Sie sich verzetteln.
Das habe ich nicht gesagt, sagte sie, ich sagte, ich habe wesentlich mehr Aufgaben übernommen als notwendig, DAS hat sich in der Note niedergeschlagen. Roter Faden und so. Trotzdem war ich zwei Wochen vor Abgabe fertig. Inzwischen habe ich durch das anschließende Praktikum und das weitere Studium ein wesentlich effektiveres Selbstmanagement. Bisherige Arbeitgeber waren begeistert von mir und meiner Arbeitsweise und schätzten meine Arbeit. - Und ich selber übrigens auch. Weil ich meine Aufgaben aber immer schnell und mit ausgezeichneten Ergebnissen abschloss, suchte ich mir weitere. Auch die erledigte ich mit Bravour. Sagte ich schon alles. Steht schon alles in den Zeugnissen. Rufen Sie nur an.
Ja, ja, Frau Meyer, ich glaube Ihnen ja. - Was notierte er sich da die ganze Zeit? Im Grunde uninteressant. Alles kirre. DESHALB also bekam man seine Anschreiben nie zurück. Na, wenigstens etwas.
Abruptes Ende. Strahlen: Sie haben doch nun auch bestimmt eine Menge Fragen an uns? Und ob sie die hatte. Das Übliche. Wie ist denn die Einarbeitung? Was ist mit Interna? Und werden Fortbildungen rein eigeninitiativ oder auch von der Einrichtung organisiert?
Die Antworten: Unbefriedigend. Ja, wollen die mich denn verarschen? Jetzt war sie sich ganz sicher: Nein, wir passen nicht zusammen. Reine Ressourcenverschwendung. Besonders für sie.
Er sagte: Organisation? Wie auf der Homepage. Fortbildungen? Natürlich über die Bibliothek. Einarbeitung? Die Stelle sei schon Jahre frei. Aber es gäbe ja viele Kollegen, die täten Ähnliches, die könnte sie bei Bedarf ja ansprechen. Alle kirre! Oder schon verrückt?
Irgendwann, nach einiger Zeit, stand sie wieder auf dem Flur, dem langen. Alles ein Grau in Grau. Vier ältere Herren. Auch grau. Oder in Strähnen. Alle hager und im Sakko. Der fünfte? Wurde gerade reingerufen. Passen gut zum Ambiente. Besser als sie. Oder anders: Das Ambiente passt gut zu den älteren Herren. Aber beileibe nicht zu ihr.
Sie kaute auf der Unterlippe. Wer achtete auf Lipgloss? - Keine Frau weiter. Friedrich schon weg. Auch da gewesen wegen der Quote?
Einmal im Leben ist man eben immer bloß Quotenfrau. Das machte sie nur noch wütender.
Reine Ressourcenverschwendung. Für alle Beteiligten. Aber besonders für sie.
Den Weg ins Treppenhaus kannte sie schon. Vor einer Woche war sie schon einmal hier gewesen, sehen, wie lange die Anfahrt dauert und die Lage des Gebäudes kontrollieren. Aber nochmal zu Fuß hoch gehen in den zehnten Stock, das wollte sie nicht. Sie war immer noch zu früh, aber später als sie es geplant hatte und so nahm sie den Fahrstuhl.
Sie stieg aus und fand den Eingang schnell. Schließlich auch den Raum. Stimmen. Die Türe geöffnet. Aber sie hatte noch zehn Minuten. Jetzt schon vorsprechen? Nein, noch nicht, in fünf Minuten vielleicht. Erst noch einen letzten Blick in die Unterlagen.
Auf einmal: Schritte im Flur. Der auch? dachte sie entsetzt. Wie kam denn das? Dass er auch da war, passte ihr nicht. Hob ihre Laune nicht gerade.
Hallo, sagte er, Wir sind hier wohl aus demselben Grund?
Möglich, antwortete sie und sah ihm abschätzig nach, als er auf die offene Tür zuging.
Ein neuer Haarschnitt. Gewaschen. Überaus leger gekleidet: karriertes Hemd. Kordhose und alte Turnschuhe. Keine Tasche dabei. Nicht einmal eine Mappe. Ungebügelt, verblichen. Unzuverlässig, desinteressiert wie je. Kein Engagement, nichts von Energie oder Willen zu spüren.
Da sind Sie ja, Herr Friedrich!
Entschuldigen Sie. Ich bin zu spät, ich weiß.
Sie sind schon da, Frau Meyer? Setzen Sie sich doch, wir haben gleich Zeit für Sie!
Keine Umstände, sagte sie, Ich bin immer zu früh.
Die Tür schloss.
Sie setzte sich.
Sommersemester: Großes Latinum. Wege zur Erkenntnistheorie bei Professor Thorsten Gersheim, jetzt donnerstags. Sprechzeiten des Historischen Seminars: ...
Wollte sie das?
Sie stand auf, sah sich um. Das Büro des Fachschaftsrates hinter Glas. Ein Sauhaufen. Eine Leuchtstoffröhre flackerte. Schmale, dunkle Gänge, alles wie ein Schlauch. Grau in grau. Konnte man sich für sowas begeistern?
Nochmal schwiff ihr Blick ab auf ihre Mappe mit der Stellenanzeige, als plötzlich die Tür aufging. Eine andere Tür diesmal.
Sind Sie auch hier wegen des Bewerbungsgesprächs? - Na, setzen Sie sich doch, Sie brauchen doch nicht zu stehen! Klappe zu und Affe tot.
Egal. Sie stand lieber. Aber setzte sich trotzdem.
Plötzlich großer Tumult. Beide Türen auf einmal. Friedrich mit einer Frau aus der einen.
Rundgang? Bloß nicht.
Frau Meyer, kommen Sie! Sie aufgescheucht. Verschwand durch die andere Tür ins Büro.
Geben Sie mir Ihren Mantel! Gehen Sie doch durch! Große Hektik. Unwohlsein.
Regale. Geradezu ein Schreibtisch. Papier, Bücher, Kabel und Geschirr, überall und in Massen - wohin denn gehen?
Erneut: Gehen Sie doch durch!
Der Tisch war versteckt. Die zwei Herren bemerkte sie erst gar nicht. Zu viel Chaos. Alles verschmolz mit Wänden und Böden. Selbst die Herren.
Welcher Platz? Man sollte hier dringend aufräumen, dachte sie. Erwartungsvolle Blicke. Der Direktor immer noch nicht da. Sie setzte sich. Man sollte hier wirklich dringend aufräumen. Vielleicht auch die Möbel umstellen?
Vorstellung. Ich habe Sie eingeladen, weil ich gesehen habe, dass Sie den Master machen. Das finde ich interessant. - Schon verloren, dachte Sie. Das wird nichts mehr. Erleichterung? - Und überhaupt: Was war denn das für eine Begründung? Ohnehin war sie nicht besonders motiviert. Sie dachte nicht daran, was sie nun statt des Gespräches tun könnte - nur, dass sie jetzt generell etwas anderes tun könnte, das reichte ihr aus.
Erzählen Sie doch mal! Warum diese Stelle, warum dieses Fach?
Sie berichtete von den bisherigen Inhalten ihres Studiums und davon, was sie praktisch getan, gelernt, vertieft hatte. In einer Fachbibliothek könnte sie ihre Fähigkeiten und Kompetenzen viel besser einbringen. Sich besser in das Fach einarbeiten, mehr Detailwissen erwerben, das ausnutzen, um die Kunden erfolgreicher zu bedienen. Außerdem: Genau das Gleiche, das habe sie ja schon im Archiv gemacht, nur eben was anderes. Aber da sei es ihr schnell langweilig geworden. Hier gäbe es weitere Aufgaben, alles interessanter und was interessant ist, motiviert. Nebenbei: Persönliche Horizonterweiterung. Neue Herausforderungen. Das sei doch schön.
Schön und gut, sagte er. Jetzt wissen wir, warum Sie leiten wollen. Warum aber dieses Fach?
Verwirrung. Sie dachte, Was ist denn das für eine Frage?
Wo ist denn Ihre Verbindung zu diesem Fach? Was fasziniert Sie so an diesem Fach, dass Sie unbedingt in diesem Fachbereich arbeiten wollen? Welche Erfahrungen haben Sie schon mit diesem Fach?
Sie hatte einfach verloren. Von Anfang an; war der Direktor sich sicher, dass er nicht eher einen Fachreferenten suchte? - Und dann immer der Hinweis auf die Fachhochschule. Aber die Stellenausschreibung war doch für eine Fachhochschule? Seltsam, diese Stellenausschreibung. Alle kirre.
Also Flucht nach vorn: Vielseitig interessiert. Bessere Einarbeitung in das Thema, anders als in einer Universalbibliothek. Neugierig auf Neues.
Falsche Antwort. Wann konnte sie denn gehen?
Sagen Sie doch mal: Wie heißt denn das Regelwerk für historische Bestände?
Kenne ich, habe ich gemacht. Namen? Na ja.
Sie überlegte, ob sie noch etwas essen sollte, ehe sie ins Bett ging.
Sind Ihnen denn Datenbanken bekannt, mit denen Fachleute typischerweise arbeiten?
Ich habe natürlich auf Ihrer Homepage nachgesehen, begann sie, allerdings haben nichtmal die Hälfte Ihrer Links funktioniert. - Na, wenigstens den guten Willen sollten die Herren erkennen. Wenn man nichts zu sagen hatte, erst recht. Selbstkritik tut not.
Trotzdem (oder natürlich?): Empörung. Kann nicht sein. Die sind schließlich für eingeloggte Nutzer!
Witzig. Der Bildschirm sagte etwas anderes. Witzig, das dachte sie.
Dann war es eine temporäre Störung.
Eine ganze Woche?
Zurück zur Sache: Kennen Sie nun Datenbanken?
Datenbanken: Ja. Datenbanken für Fachleute: Nein.
Haben Sie etwa nicht im Katalog nachgesehen? Doch, dachte sie. Aber keine Lust gehabt, sich ein Mal durch das ganze Alphabet zu klicken. Nur unkommentierte Links, keine Fachsystematik. Wie viele Hundert Datenbanken waren das nochmal?
Sie blickte vielsagend in die Runde: Nö. Und lächelte dabei. Verschwendung von Ressourcen. Für jeden am Tisch.
Sie war frustriert. Ihre Unlust wuchs mit jeder Frage.
Ob sie denn das in Bälde kommende neue Regelwerk kenne? Die Diskussionen von Tagungen und Fachzeitschriften? Typisch, Diplomer.
Und überhaupt, die Noten seien ja super. Aber warum ist denn die Abschlussarbeit so schlecht?
Noch eine Stressfrage. Warum denn stellten diese Leute die ganze Zeit nur Stressfragen? Alles ohne Wert.
Die Wahrheit? Die Wahrheit glaubt einem niemand. Jeder lügt. Und die Menschen erwarten, dass man lügt. Und wer am besten lügt, der bekommt die Stelle. Das alte Spiel, wie gehabt. Und was ist eine bessere Lüge als die Wahrheit? Zumal: Alles einerlei. Wir passen nicht zusammen.
Sie erzählte von den Tücken, wenn die Theorie auf die Praxis trifft. Mangelnde Rückläufe. Probleme mit den Gesprächen. Solche Dinge eben.
Ach, sie könne also nicht wissenschaftlich arbeiten? Sie kenne doch die Kriterien und ...
Alles mit der Betreuung abgesprochen. Wenn die Leute nicht teilnehmen, nehmen die Leute nicht teil. Was tun? Studium hinwerfen? Keine Option.
Das sei keine Erklärung. Standards? Unwichtig. Habe sie gerade eingeräumt.
Sie antwortete bestimmt: Nein. Sie habe im Rahmen der Arbeit eben nur mehr getan als nötig. Teils auch Dinge außerhalb ihrer Zuständigkeit, aber ohne sei es eben nicht gegangen. Vor Begeisterung den Fokus vergessen. Inzwischen könne sie den besser behalten, man sei ja schließlich lernfähig. Und er habe doch selber gesagt: Ansonsten super Noten.
Moment, unterbrach der Direktor. Passen Sie auf, was Sie sagen. Sie können nicht auf der einen Seite sagen, Sie arbeiten zügig, und dann wieder, dass Sie sich verzetteln.
Das habe ich nicht gesagt, sagte sie, ich sagte, ich habe wesentlich mehr Aufgaben übernommen als notwendig, DAS hat sich in der Note niedergeschlagen. Roter Faden und so. Trotzdem war ich zwei Wochen vor Abgabe fertig. Inzwischen habe ich durch das anschließende Praktikum und das weitere Studium ein wesentlich effektiveres Selbstmanagement. Bisherige Arbeitgeber waren begeistert von mir und meiner Arbeitsweise und schätzten meine Arbeit. - Und ich selber übrigens auch. Weil ich meine Aufgaben aber immer schnell und mit ausgezeichneten Ergebnissen abschloss, suchte ich mir weitere. Auch die erledigte ich mit Bravour. Sagte ich schon alles. Steht schon alles in den Zeugnissen. Rufen Sie nur an.
Ja, ja, Frau Meyer, ich glaube Ihnen ja. - Was notierte er sich da die ganze Zeit? Im Grunde uninteressant. Alles kirre. DESHALB also bekam man seine Anschreiben nie zurück. Na, wenigstens etwas.
Abruptes Ende. Strahlen: Sie haben doch nun auch bestimmt eine Menge Fragen an uns? Und ob sie die hatte. Das Übliche. Wie ist denn die Einarbeitung? Was ist mit Interna? Und werden Fortbildungen rein eigeninitiativ oder auch von der Einrichtung organisiert?
Die Antworten: Unbefriedigend. Ja, wollen die mich denn verarschen? Jetzt war sie sich ganz sicher: Nein, wir passen nicht zusammen. Reine Ressourcenverschwendung. Besonders für sie.
Er sagte: Organisation? Wie auf der Homepage. Fortbildungen? Natürlich über die Bibliothek. Einarbeitung? Die Stelle sei schon Jahre frei. Aber es gäbe ja viele Kollegen, die täten Ähnliches, die könnte sie bei Bedarf ja ansprechen. Alle kirre! Oder schon verrückt?
Irgendwann, nach einiger Zeit, stand sie wieder auf dem Flur, dem langen. Alles ein Grau in Grau. Vier ältere Herren. Auch grau. Oder in Strähnen. Alle hager und im Sakko. Der fünfte? Wurde gerade reingerufen. Passen gut zum Ambiente. Besser als sie. Oder anders: Das Ambiente passt gut zu den älteren Herren. Aber beileibe nicht zu ihr.
Sie kaute auf der Unterlippe. Wer achtete auf Lipgloss? - Keine Frau weiter. Friedrich schon weg. Auch da gewesen wegen der Quote?
Einmal im Leben ist man eben immer bloß Quotenfrau. Das machte sie nur noch wütender.
Reine Ressourcenverschwendung. Für alle Beteiligten. Aber besonders für sie.
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Dienstag, 5. Februar 2013
#624# Nachschub
Moony hat mich dazu inspiriert, mal wieder die Kategorie "Poesie" zu füttern - streng genommen zählen Kurzgeschichten da nicht wirklich zu, aber zum einen will ich meine Themen nicht sonst wie breit fächern, zum anderen wäre es nicht das erste Mal, dass mir ein Eintrag flöten geht, weil ich ihn einem anderen Thema zuordnen will...
gregor urley (pdf, 113 KB)
Entstanden ist die Erzählung noch auf dem Gymnasium; wie ich finde, zählt sie aber zu meinen "besten" Erzeugnissen und ich habe sie in vier oder fünf Tagen in einem Rutsch durchgeschrieben (abgesehen von schlafen und essen und Schule natürlich, wir wollen ja nicht einen auf Franz Kafka machen...).
Ich hoffe, dass ich irgendwann Secilias Debut wiederfinde - wie so Vieles in irgendeinem Karton daheim und müsste abgetippt werden.
Edit:
Extra nochmal für die Veröffentlichung Korrektur zu lesen, habe ich mir an dieser Stelle übrigens gespart - das habe ich seinerzeit schon acht Mal oder so gemacht, und irgendwo soll man ja auch merken, dass das eine frühere Version von mir geschrieben hat. v__v
Edit:
Übrigens kann der Drucker mich jetzt mal - farbig ist gar nichts lesbar, scannen klappt, Druck und Kopien nur in s/w-Druck liest sich wie von einer Uralt-Schreibmaschine - sowas kann man nicht zur Abgabe von Hausarbeiten und Co. nehmen, aber wenigstens kann ich Unterlagen für mich wieder ausdrucken...
Schade ums Geld für die Farbe.
Edit2:
Ach ja: Ich weiß jetzt, dass man von schlechter Rechtschreibung tatsächlich körperliche Schmerzen beim Lesen bekommen kann (Und dann noch mit dieser Grammatik!!) - jap, Frau Lehrerin, ich kann voll nachvollziehen, warum Sie mich auf die Sonderschule schicken wollten^^"
gregor urley (pdf, 113 KB)
Entstanden ist die Erzählung noch auf dem Gymnasium; wie ich finde, zählt sie aber zu meinen "besten" Erzeugnissen und ich habe sie in vier oder fünf Tagen in einem Rutsch durchgeschrieben (abgesehen von schlafen und essen und Schule natürlich, wir wollen ja nicht einen auf Franz Kafka machen...).
Ich hoffe, dass ich irgendwann Secilias Debut wiederfinde - wie so Vieles in irgendeinem Karton daheim und müsste abgetippt werden.
Edit:
Extra nochmal für die Veröffentlichung Korrektur zu lesen, habe ich mir an dieser Stelle übrigens gespart - das habe ich seinerzeit schon acht Mal oder so gemacht, und irgendwo soll man ja auch merken, dass das eine frühere Version von mir geschrieben hat. v__v
Edit:
Übrigens kann der Drucker mich jetzt mal - farbig ist gar nichts lesbar, scannen klappt, Druck und Kopien nur in s/w-Druck liest sich wie von einer Uralt-Schreibmaschine - sowas kann man nicht zur Abgabe von Hausarbeiten und Co. nehmen, aber wenigstens kann ich Unterlagen für mich wieder ausdrucken...
Schade ums Geld für die Farbe.
Edit2:
Ach ja: Ich weiß jetzt, dass man von schlechter Rechtschreibung tatsächlich körperliche Schmerzen beim Lesen bekommen kann (Und dann noch mit dieser Grammatik!!) - jap, Frau Lehrerin, ich kann voll nachvollziehen, warum Sie mich auf die Sonderschule schicken wollten^^"
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Samstag, 5. Mai 2012
#437# Der wahre König
Ein König, ein echter König ist voll Geheimnis - aber das wäre er nicht in kostbarer Kleidung: unerkannt und sehr gering ist er der König selbst. Du erkennst ihn plötzlich, und dein Herz stockt. Einmal, auf der Jagd, verlor er sein Gefolge, und am Fuß eines Baumes saß ein Bauer. >>Was tust du da?<< - >>Was soll ich wohl tun. Den König will ich sehen.<< - >>Dann los, sitz hinter mir auf! Wir reiten hin, und du siehst ihn dir richtig an.<< Der Bauer stieg mit zu Pferd, und unterwegs fragte er, woran er den König erkennen könnte. >>Du mußt bloß achtgeben, welcher den Hut aufbehält, wenn alle andern ihn abnehmen.<< Jetzt stößt er zu der Jagdgesellschaft, und alle Herren entblößen den Kopf. >>Nun?<< fragt er den Bauern. >>Welcher ist der König?<< Der antwortet aber bauernschlau: >>Herrschaft! Sie oder ich, einer von uns muß es sein, denn nur wir zwei haben den Hut auf.<<
Mann, Heinrich: Die Jugend des Königs Henri Quatre / Heinrich Mann. - 4. Aufl., ungek. Ausg.; gen. Liz.-Ausg. - Frankfurt a.M.: Fischer, 2006. - S. 502
ISBN 978 3 596 10118 4
Was ist ein König Wert ohne Volk?
Mann, Heinrich: Die Jugend des Königs Henri Quatre / Heinrich Mann. - 4. Aufl., ungek. Ausg.; gen. Liz.-Ausg. - Frankfurt a.M.: Fischer, 2006. - S. 502
ISBN 978 3 596 10118 4
Was ist ein König Wert ohne Volk?
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Sonntag, 29. Januar 2012
#375# Knaben entscheiden einen Rechtsfall
Ein Arm der Wiedau bei Tondern führt den Namen Renzau von dem kleinen Dorfe Renz, Kirchspiel Burkall. Wo die Ufer ziemlich hoch und steil sind, fiel einmal ein Mann hinein, und er wäre ertrunken, wenn nicht einer, der in der Nähe arbeitete, sein Geschrei gehört und herbeigeeilt wäre; der hielt ihm eine Stange entgegen, und der Mann half sich daran heraus, stieß sich jedoch ein Auge dabei aus. Darum erschien er auf dem nächsten Thing, verklagte seinen Retter und verlangte Buße von ihm für das verlorne Auge. Die Richter wußten nicht, was sie aus der Sache machen sollten, und sie verschoben sie aufs nächste Thing, um sich inzwischen darauf zu besinnen. Aber das dritte Thing war schon da, und der Hardesvogt war noch nicht mit sich einig. Mißmutig setzte er sich auf sein Pferd und ritt langsam und nachdenklich auf Tondern zu, wo das Thing damals gehalten ward. So kam er nach Rohrkarrberg, und dem Hause, das noch steht, gerade gegenüber lag ein Steinhaufe, darauf drei Hirtenknaben saßen und was Wichtiges vorzuhaben schienen. "Was macht ihr da, Kinder?" fragte der Hardesvogt. "Wir spielen Thing", war die Antwort. "Was habt ihr denn für eine Sache vor?" fragte er weiter. "Wir halten Gericht über den Mann, der in die Renzau fiel", antworteten sie. Da hielt der Hardesvogt sein Pferd an, um auf das Urteil zu warten. Die Jungen kannten ihn aber nicht, weil er ganz in seinen Mantel gehüllt war, und ließen sich nicht stören. So ward es also für Recht erkannt, daß der gerettete Mann an derselben Stelle wieder in die Au geworfen werden solle; könne er sich dann selbst retten, so solle er Ersatz für das Auge haben; könne er es aber nicht, so hätte der andere gewonnen. Ehe der Hardesvogt weiterritt, langte er in die Tasche und gab den Jungen ein gutes Trinkgeld und ritt dann fröhlich nach Tondern und entschied, wie die Hirtenknaben getan hatten. Der Schurke konnte sich wirklich nicht allein retten und mußte darum ertrinken, und so gewann der andere seine Sache.
In: Schleswig-Holsteiner Sagen, herg. v. Gustaf Fr. Meyer, 9. bis 10. Tausend, Jena: Diederichs 1969, S. 200/201
In: Schleswig-Holsteiner Sagen, herg. v. Gustaf Fr. Meyer, 9. bis 10. Tausend, Jena: Diederichs 1969, S. 200/201
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Samstag, 28. Januar 2012
#374# De grundlose Kolk
Dicht bi Mölln liggt schön in'n Holn un deep in'n Brunn de grundlose Kolk. Vör Tieden is an de Sted en Barg weß, un op den Barg hett en Kloster stahn. Na dat Kloster hett mal en Prinzessin hen schullt. Dat hett se nich wullt. Do stekt se er na en golln Kutsch rin, un dar spannt se veer witt Peer vör, un so föhrt se mit er los. As se bi dat Kloster ankamt, will de Prinzessin nich ut den Wagen rut. Do fangt de Eer an to bewern, dat donnert un lücht, un de Barg un dat Kloster un allns stackt na de Grund rin. Dar liggt nu de grunlose Kolk, un wenn dat ganz still is in de Nacht, denn kann'n dat hörn, wo in dat Water de Klocken gaht un wo dat jammert und schriegt dar ünnen.
In: Schleswig-Holsteiner Sagen, herg. v. Gustaf Fr. Meyer, 9. bis 10. Tausend, Jena: Diederichs 1969, S. 106
In: Schleswig-Holsteiner Sagen, herg. v. Gustaf Fr. Meyer, 9. bis 10. Tausend, Jena: Diederichs 1969, S. 106
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Freitag, 9. Dezember 2011
#298# "Gretchen"
Die Novelle von Heinrich Mann mag ich! - Schon alleine wegen dieser entzückenden Mundart.
Ich frage mich, ob es eine Verbindung zu "Der Untertan" gibt?
Ich frage mich, ob es eine Verbindung zu "Der Untertan" gibt?
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Donnerstag, 15. September 2011
#214# Bryon
"Das Weib liebt den Geliebten ihrer ersten Leidenschaft, in allen anderen die Liebe nur."
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Sonntag, 3. Oktober 2010
#100# P.S.: Ich liebe dich
Liny! Wie kannst du mir nur so ein trauriges Buch ausleihen?! (Schön, sehr schön... aber sooo traurig!)
Das bringt meinen Wasservorrat ganz durcheinander!!
Da fällt mir noch ein:
Ist eigentlich noch jemandem bei der gestrigen Simpsons-Folge ("Spring-Shield") aufgefallen, dass Marge fremdgeht?
Das bringt meinen Wasservorrat ganz durcheinander!!
Da fällt mir noch ein:
Ist eigentlich noch jemandem bei der gestrigen Simpsons-Folge ("Spring-Shield") aufgefallen, dass Marge fremdgeht?
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Montag, 30. August 2010
#92# Trautes Heim
Alles wie gehabt und gewesen. Nur der Streit nimmt zu. Auseinandersetzungen schon beim Frühstück. Um Kleinigkeiten, wie immer. Warum sollte es auch anders sein?
Schon wieder eine Depression wegen des Schreibens. Eben, weil ich nichts schreibe. Lernen? Man lässt mich ja doch nicht in Ruhe. Erika steht auch nur gelangweilt in der Ecke.
Ungeduldiges Nachfragen im Fanfiction-Forum. Wie gesagt: Kein Aufraffen.
So viel ungeborenes Leben. Doch ich fürchte, ich bin dafür definitiv die falsche Mutter.
Ich will doch nur schaffen!
Schon wieder eine Depression wegen des Schreibens. Eben, weil ich nichts schreibe. Lernen? Man lässt mich ja doch nicht in Ruhe. Erika steht auch nur gelangweilt in der Ecke.
Ungeduldiges Nachfragen im Fanfiction-Forum. Wie gesagt: Kein Aufraffen.
So viel ungeborenes Leben. Doch ich fürchte, ich bin dafür definitiv die falsche Mutter.
Ich will doch nur schaffen!
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Mittwoch, 12. Mai 2010
#69# Die Welt
Weites Feld in schwarzem Bild,
Von dort kommt ein Hauch herüber;
So viel mehr als heller Schall
Steckt in diesem Augenblick:
Denn Finsternis ist schön und gut
Und überall zu Haus',
Wo Licht nur weckt den Schein
Und bringt Verderben und den Tod...
Ach! Welch Mensch nur mag's ergründen;
Liegt zu tief in Nebelschwaden doch bedeckt,
Dass niemand es ergreifen kann!
Den Himmel überleben - wenn es doch so einfach wär'!
Beständig streben nach dem Wahren,
Ist das noch Realität?
Weites Feld in schwarzem Bild,
So nur darf es sein! - Denn
Gab es je ein irre werden,
Irrer noch als heute?
by Tama
(Fragt mich nicht... Ich hab's heute ausgegraben und in Anbetracht der Tatsache, dass ich für Lyrik nicht gemacht bin und darum wohl auch mit keinem Gedichtbüchlein von mir zu rechnen ist, kann ich diese Kuriosität wohl hier wegwerfen; entstanden irgendwann im Jahr 2008)
LG!
Von dort kommt ein Hauch herüber;
So viel mehr als heller Schall
Steckt in diesem Augenblick:
Denn Finsternis ist schön und gut
Und überall zu Haus',
Wo Licht nur weckt den Schein
Und bringt Verderben und den Tod...
Ach! Welch Mensch nur mag's ergründen;
Liegt zu tief in Nebelschwaden doch bedeckt,
Dass niemand es ergreifen kann!
Den Himmel überleben - wenn es doch so einfach wär'!
Beständig streben nach dem Wahren,
Ist das noch Realität?
Weites Feld in schwarzem Bild,
So nur darf es sein! - Denn
Gab es je ein irre werden,
Irrer noch als heute?
by Tama
(Fragt mich nicht... Ich hab's heute ausgegraben und in Anbetracht der Tatsache, dass ich für Lyrik nicht gemacht bin und darum wohl auch mit keinem Gedichtbüchlein von mir zu rechnen ist, kann ich diese Kuriosität wohl hier wegwerfen; entstanden irgendwann im Jahr 2008)
LG!
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